Nachbericht – Internetprävention an beruflichen Schulen

26.03.2014 | Blog, Internetprävention

Gestern war es wieder soweit. Die Max-Eyth-Schule in Dreieich hatte uns eingeladen. 700 Schüler in drei Durchläufen aufschlauen zu den Themen:

Umgang mit Smartphones

  • Umgang mit Smartphones,
  • sichere PCs,
  • Nutzung sozialer Netzwerke
  • und dem sperrigen Thema: Urheberrecht und Datenschutz.

Wieder einmal erlebten wir Vortragende einen tollen Mix an jungen Menschen. Wiederum unterstützt vom Polizeipräsidium Südosthessen, in Anwesenheit des IHK-Hauptgeschäftsführers und begleitet von einigen Zeitungen, sowie Rhein-Main TV ist zu dem neulich berichteten Abenteuer Internetprävention ein weiteres Kapitel hinzu gekommen.

Video mit freundlicher Genehmigung von Rhein-Main-TV

Interaktion mit dem Publikum trotz einer großen Zahl von Zuhörern ist unser Markenzeichen geworden. Spannend daran ist: Es gibt vorhersehbare und weniger vorhersehbare Antworten. Vorhersehbar ist in der Regel z.B. die Antwort auf die Frage: „Wieso benötigt die Taschenlampen-App Zugriff auf die Kontaktdaten im Smartphone?“ mit „weis nicht“ (Die Antwort ist richtig!). Die Schlagfertigkeit des Vortragenden ist bei der Antwort auf die Frage: „Warum haben Sie keine PIN-Sperre auf Ihrem Handy?“ mit „Weil ich sonst besoffen das nicht mehr tippen kann“ schon gefordert.

Wir empfehlen ziemlich zu Beginn des Vortrags, zuliebe der Sicherheit und der Akkulaufzeit nicht benötigte Schnittstellen (WLAN, Bluetooth) abzuschalten. Natürlich wird solches ignoriert und so finden wir im späteren Teil mit dem WLAN-Scanner auch genügend Geräte im Raum. Doof kann das werden für denjenigen, der seine politische Gesinnung (im gestrigen Falle ziemlich weit rechts) auch im WLAN-Namen preisgibt und unseren wohlgemeinten Rat ignoriert. Der Benutzer wird schnell zum Star unserer Liste, vorgeführt vor über 200 Teilnehmern des Durchlaufes.

Da nimmt sich die stetige Benutzung von Whatsapp in der ersten Sitzreihe als Signal an die Vortragenden („Interessiert mich alles nicht“) schon nichts mehr. Wer allerdings meint, unseren Vortrag ungefragt filmen zu dürfen, während ein Kriminalbeamter neben ihm steht und deutliche Hinweise gibt, hat bewusst den Teil Privatspäre und Datenschutz überhört.

Zum Glück gibt es auch die Mehrzahl derjenigen, welche aus unseren Veranstaltungen etwas mitnimmt. Sei es nun die Erkenntnis, dass all die „bösen“ Dinge, welche da so in der Presse kursieren doch möglich sind (wir zeigen es schließlich) ob das Bewusstsein, dass in vielen Fällen jemand mitliest oder auch diejenigen, welche mit uns über vorhandene Regelungen in Sachen Datenschutz durchaus in der Sache kontrovers diskutieren.

Als Abschluß der vierten Veranstaltung dieser Reihe gab es noch eine Pressekonferenz. Unter anderem fanden die Frankfurter neue Presse und die FAZ unser Tun interessant und wichtig. Die Offenbach Post hatte ja bereits Anfang Februar über die Veranstaltung in der Theodor-Heuss-Schule berichtet. Für die offenen und fairen Fragen und die tolle Berichterstattung sei herzlich gedankt.

Für den wachsamen Umgang mit diesem Thema, dem Verständnis auch dafür dass berufliche Schüler ja nicht zuletzt auch mit Rechnern im Betrieb online gehen und damit die Sicherheit eines Unternehmens stärker oder schwächen können, der Sensibilität der Lehrkräfte und auch der Bereitschaft, diese Veranstaltungsreihe zu unterstützen wird herzlich gedankt. Falls auch Sie Internetprävention unterstützen möchten: Sprechen Sie uns an!

Kommentare

Lena |

Der Vortrag von Herrn Giegerich über Cybermobbing war sehr hilfreich. Er hat uns viele Tipps gezeigt gegen Hackings.

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