IT-Sicherheit – mehr ist manchmal weniger. Welche Investitionen sind sinnvoll?

Dreieich/Frankfurt am Main, 16. Oktober 2017 – Dass mangelnde Investitionen in IT-Sicherheit Unternehmen teuer zu stehen kommen können, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Vor diesem Hintergrund ziehen immer mehr Unternehmen sogar eine Cyberrisk-Versicherung in Betracht, wie die jüngste KPMG-Studie „e-Crime in der deutschen Wirtschaft“ zeigt. Demnach hat ein Viertel der dort befragten Unternehmen, denen diese Möglichkeit bekannt war, eine solche Versicherung bereits abgeschlossen*.

Das alleine reicht jedoch nicht. Angesichts der sich permanent verschärfenden Bedrohungslage sind zahlreiche Unternehmen dabei geradezu in einen Maßnahmen-Aktionismus verfallen, zusätzlich befeuert durch die Berichterstattung zum Thema. Dennoch moniert auch die genannte KPMG-Studie mangelnde Investitionen in IT-Sicherheit.

„Doch ein reines ‚Mehr’ an Sicherheitsmaßnahmen führt nicht zwangläufig zu mehr Sicherheit. In jedem Fall führt es jedoch zu mehr Kosten und zuweilen gleicht die zusammengestückelte IT-Sicherheitslandschaft von Unternehmen eher einem wackeligen Turm, als einer Festung“, so Hans-Joachim Giegerich, Geschäftsführer des IT-Sicherheitsanbieters Giegerich & Partner.

Drum prüfe, wer sich ewig binde

Darüber, welche Maßnahmen und Tools sich wirklich rechnen und welche nicht, lassen sich keine pauschalen Aussagen treffen. Zu individuell sind das Gefährdungspotenzial und die IT-Umfelder der Unternehmen. Deswegen gilt es für alle Unternehmen, zunächst ein Lagebild zu erstellen. Daraus lässt sich dann ein ganzheitliches Sicherheitskonzept ableiten und in Folge ein zielführendes Informationssicherheitsmanagement etablieren. „Viele unserer Kunden haben Tools aufeinandergetürmt, ohne über eine sinnvolle Verwendung oder eine organisatorische Einbindung nachzudenken. Das Ergebnis ist ein Haufen Werkzeuge, die entweder wenig Nutzwert haben oder deren Potenzial nicht ausgeschöpft wird. Was fehlt, ist ein abgestimmtes Gesamtkonzept aller Maßnahmen“, so Hans-Joachim Giegerich zu seinen Erfahrungen aus der Beratungspraxis.

IT-Sicherheitschecks als erster Schritt

Ein Weg zum Lagebild sind systematische IT-Sicherheitschecks, wie sie auch Giegerich & Partner anbietet. Im Mittelpunkt stehen dabei fragen wie: Wissen Sie, wer in Ihrer IT ein- und ausgeht? Was geben Ihre Systeme Preis? Wie sicher sind Ihre Daten? Wie benutzen Ihre Mitarbeiter die vorhandene IT? Der Prozess zur Verbesserung der IT-Sicherheit lässt sich hierbei in vier Bereiche gliedern:

Infografik Verbesserungsprozess IT-Sicherheit

Zur Beantwortung der Fragen erfolgt dann zunächst im Rahmen eines internen Sicherheitschecks eine umfassende Analyse des Datenverkehrs im Hinblick auf Sicherheitsrisiken und die Auslastung der Systeme. Zu den geprüften Aspekten gehören beispielsweise: Zugriffskontrolle und Datenschutz, Prävention vor Angriffen durch Bots, Viren und Zero-Day-Events, Evaluation der organisatorischen und technischen Maßnahmen, beispielsweise zu Endpoint Security, Compliance und Data-Loss-Prevention, sowie eine Bandbreiten-Analyse.

Zusätzlich ermittelt eine externe Schachstellenanalyse, ob bestimmte Systeme von außen erreichbar sind, welche Informationen hinter offenen Diensten liegen und ob Schwachstellen bei von außen erreichbaren Systemen vorliegen.

Handlungsempfehlungen mit Kosten-Nutzen-Rechnung

An die internen und externeren Sicherheitschecks schließt sich ein umfassender schriftlicher Report an, der mögliche Schwachstellen und Risiken aufzeigt und zugleich sinnvolle Handlungsempfehlungen ausspricht. „In der Regel finden wir bei den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen gleich eine ganze Reihe an Schwachstellen. Hierzu gehören allen voran fahrlässig implementierte oder genutzte IT-Systeme sowie schlecht ausgebildete Mitarbeiter. Hinzu kommen falsch oder unzureichend genutzte Sicherheitstools. Manch ein Unternehmer hatte auch bereits tagelange Ausfälle wegen ebendieser mangelhaften Vorsorge“, kommentiert Hans-Joachim Giegerich die Ergebnisse der Sicherheitschecks.

Mit der Einführung eines maßgeschneiderten Informationssicherheitsmanagements sowie der Umsetzung der empfohlenen organisatorischen und technischen Maßnahmen ist dann sichergestellt, dass bisherige Systeme umfassend genutzt werden können und nur an den richtigen Stellen investiert wird.

Weitere Informationen zum Umfang und Ablauf von IT-Sicherheitschecks unter Interner Sicherheitscheck und Externe Schwachstellenanalyse.

*Quelle: „e-Crime in der deutschen Wirtschaft 2017“, KPMG AG, S. 49 (home.kpmg.com/de/de/home/themen/2017/04/ecrime-studie.html)