Virtualisierung

Auf einem gewöhnlichen Bürocomputer läuft ein Betriebssystem, das die Aufgabe hat, die Verbindung zwischen der Hardware und der Software herzustellen und dem Benutzer eine Oberfläche zu bieten.
Auch viele Server sind so konfiguriert, dass auf einer Maschine ein Betriebssystem läuft. In größeren Umgebungen hat das jedoch den Nachteil, dass die Ressourcen der Hardware nicht optimal genutzt werden. Viele Computer arbeiten weit unter ihrer möglichen Leistungsgrenze. Gerade Serverdienste können nicht grenzenlos auf einem Gerät zusammengelegt werden, denn ein Problem mit einer Anwendung könnte sonst einen großen Ausfall verursachen.
Virtualisierungstechnologien stellen eine Möglichkeit dar, die Auslastung zu optimieren und gleichzeitig für einen stabilen Betrieb zu sorgen.

Emulation: Mehrere Betriebssysteme auf einer Maschine
Um eine virtuelle Computerumgebung zu erstellen, wird zunächst ein Hostbetriebssystem installiert, das einen oder mehrere virtuelle Computer bereitstellt. Diese bekommen Hardwareressourcen des Hostcomputers zugewiesen und sind vollkommen unabhängig voneinander. So können zum Beispiel auf einem physikalischen Server, der über 4 GB Arbeitsspeicher verfügt, zwei virtuelle Computer gebootet werden, die je 2 GB Arbeitsspeicher zugewiesen bekommen. Sollte das erste Betriebssystem abstürzen oder einen Fehler verursachen, läuft das zweite System ungestört weiter.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch völlig unterschiedliche Betriebssysteme auf einem physikalischen Computer zeitgleich laufen können.