Proxy

In einer einfachen Netzwerkkonfiguration bildet ein Router die Schnittstelle zwischen Computern im Netzwerk und dem Internet. Ruft einer der Computer eine Internetseite auf, wird die Anfrage zunächst vom Router an den entfernten Webserver geschickt. Die Pakete, die als Antwort zurückkommen, leitet der Router direkt an den Computer weiter, der die Seite angefordert hat.
In größeren Netzwerken führt das dazu, dass über die Internetleitung große Mengen Daten transportiert werden, obwohl viele Computer eigentlich die gleichen Daten anfordern. Öffnen in einer Firma morgens zum Beispiel alle Mitarbeiter zunächst die Internetseite einer Tageszeitung, müssen diese Daten immer wieder aus dem Internet angefordert werden – die Internetleitung wird stark ausgelastet. Ein Proxy kann unter anderem dieses Problem lösen.

Intelligenter Vorratsspeicher
Bei einem Proxy handelt es sich um einen Server, der zunächst die Anfragen, die aus dem Netzwerk ins Internet gelangen sollen, aufnimmt. Anders als ein Router hat er aber einen Speicher, in dem er Daten ablegen und zwischenspeichern kann. Im Beispiel mit der Tageszeitung erkennt der Proxy bei der zweiten Anfrage, dass die benötigte Seite bereits im Speicher liegt und braucht keine erneute Anfrage ans Internet zu stellen.

Außerdem bieten Proxyserver für den Administrator die Möglichkeit, Seiten zu sperren, da jede Anfrage diesen Server passieren muss.