5 Jahre gpg4o – Geschichte eines Outlook Plugins

07.10.2016 | Allgemein

Die Zeit vergeht! Im Oktober 2016 jährt sich der erste Release von gpg4o als Outlook Plugin zum fünften Mal. Blickt man auf das Changelog gpg4o, so ist gut erkennbar, welch unglaubliche Entwicklung dieses Produkt seitdem genommen hat. Gerne erzählen wir im persönlichen Gespräch wie es dazu kam, dass ein auf technische Softwarelösungen sowie auf IT-Security Infrastruktur spezialisiertes Unternehmen eine eigene Verschlüsselungslösung entwickelt. Anlässlich des fünften Geburtstages von gpg4o ist es sicher an der Zeit, diese Geschichte auch einem größeren Publikum zu erzählen:

Seit langem entwickeln wir Software unter anderem für innovative medizintechnische Produkte. Um diese Innovationen zu schützen, haben wir bereits sehr früh OpenPGP-verschlüsselte Nachrichten mit unseren Kunden ausgetauscht. Anfänglich haben wir hierzu den „Klassiker“ genutzt – Thunderbird mit Enigmail. Im Jahre 2010 fiel dann die Entscheidung aus ganz praktischen Erwägungen heraus eine Microsoft Serverumgebung mit Exchange und Outlook einzuführen. Wenn schon, dann „natürlich“ mit der aktuellsten Version 2010. Gesagt getan – nach Beseitigung der meisten Hinkefüße eines solchen Plattformwechsels war unsere Exchange / Outlook Umgebung in Betrieb. Jedoch hatten wir eine „Kleinigkeit“ übersehen – verschlüsselte Mailkommunikation mit unseren Kunden.

Nun gut – das sollte uns eigentlich nicht aufhalten, so dachten wir. Jedoch wurden wir am Markt mit der Recherche nach einem geeigneten Plugin für Outlook nicht fündig. Outlook 2003 und 2007 ja – Outlook 201o nein. Warum war das so? Microsoft hatte beim Sprung auf die 2010er Version die Programmierschnittstelle für Plugins kräftig durcheinander gewürfelt. Viele Anbieter von Verschlüsselungslösungen sahen noch keine Notwendigkeit, hier nachzuziehen oder hatten ohnehin entschieden, diesen Markt zu verlassen.

Was also tun: Rolle rückwärts schlicht nicht vernünftig möglich aber: Wir sind Softwareentwickler und wir lieben komplexe Herausforderungen. Konnten wir die Aufgabe mit endlichem Aufwand selbst lösen? Wir konnten und schufen erste Alpha-Versionen und Beta-Versionen von gpg4o, welche schlicht auf unseren eigenen Bedarf angepaßt waren. Diese wurden schnell im Hause genutzt. Am Markt war (wir schrieben mittlerweile den Sommer 2011) immer noch keine Lösung verfügbar, weder kommerziell noch Open Source.

Wir waren uns sicher: Wenn wir eine solche Lösung brauchten, würde es weltweit sicher auch noch andere mögliche Kunden für ein solches Plugin geben. In vielen Gesprächen reifte der Entschluß: Wir wagen uns mit einem eigenen Plug-In in diesen Markt, gpg4o wurde geboren. Dabei zielten wir mit unserer Lösung von vornherein auf Anwender in Unternehmen, ohne Privatanwender vernachlässigen zu wollen. Wir entschieden uns für ein einfaches, transparentes Preismodell mit Kosten für die Lizenz und optional erwerbbarer Wartungsverlängerung.

Auf vielfachen Wunsch entstand bald eine kostengünstigere Home & Student-Version. Diese wird jetzt zum fünfjährigen Jubiläum für Privatanwender durch die kostenlose gpg4o Free ersetzt.

 

Kommentare

Ihr Kommentar

* Die markierten Felder sind Pflichtfelder. Bitte ausfüllen.

Kommentar *

Bitte beachten Sie vor dem Eintragen die Datenschutzerklärung). .