Störungen beim DeNIC legen .de-Zone lahm
Eine Panne beim DeNIC sorgte am Nachmittag des 12.5. für massive Störungen in der DNS Namensauflösung. DNS Server dienen im Internet dazu die Domain-Namen in die zugehörigen IP Adressen der Zielserver zu übersetzen, fungieren also in etwa wie ein Telefonbuch. Die Server sind hierarchisch aufgebaut, so dass nicht ein Server alle Informationen hält, sondern an den jeweils nächsten Server delegiert. Die DeNIC betreibt die oberste Ebene dieser baumartigen Struktur an DNS-Servern. Durch den Ausfall dieser Hauptserver konnten daher keinerlei Anfragen mehr weitergeleitet werden. Dass teilweise noch Domains erreichbar waren lag daran, dass DNS Server z.B. bei Providern Antworten zu bereits angefragten Domains für eine kurze Zeit speichern und erst nach dem Ablauf einer Frist neu anfragen.
heise-Online vermeldet auf seinem Newsticker, dass die Probleme evtl. mit dem Umzug des DeNIC von Amsterdam nach Frankfurt zusammen hängen. Dieser Umzug begann um 10 Uhr und sollte zwischen 3-6 Stunden dauern.
Mittlerweile hat sich die Situation bei der Anfrage von DE Adressen wieder fast normalisiert. Während diese Besserung beim Abrufen von Webseiten zu einer Entspannung der Situation führt, kann für Mails leider noch keine Entwarnung gegeben werden. Die fehlerhaften Server lieferten nämlich nicht einfach nur keine Antwort, sondern lieferten ein NXDOMAIN aus. Das bedeutet, dass den sendenden oder empfangenden Mailservern gesagt wurde, dass es die Sender-Domain oder die Empfänger-Domain nicht gibt. Für den Versender bedeutet das, dass die Mail nicht gesendet wurde, oder dass der Zielserver sie nicht akzeptierte, da die Mail ja von einem nicht existierenden Absender stammte. Normalerweise sollten diese Mails nun an den Absender zurück gehen - leider halten sich nicht alle Mailserver an dieses Vorgehen. Es kann daher sein, dass in Folge der DNS-Probleme viele Mails ihr Ziel nicht erreichen.